Die vergessene Lungenheilstätte im Kiefernwald
Hundert Jahre Geschichte zwischen Jugendstil-Fliesen und eingestürzten Dächern, und ein Treppenhaus, das man nie wieder vergisst.
2 Min. Lesezeit
- Baujahr
- 1912Jugendstil
- Verlassen seit
- 199432 Jahre leer
- Region
- Brandenburg
- Zustand
- Verfallen
- Risiko
- Erhöht
- Vandalismus
- Mittel
- Besucht am
- 2026 / 05früher Morgen
Kapitel 01 · Die Geschichte
Ein Sanatorium für eine Stadt, die hustete
Als die Heilstätte 1912 ihre Tore öffnete, galt sie als modernste Einrichtung ihrer Art in der Mark Brandenburg. Die Tuberkulose wütete in den Mietskasernen Berlins, und die Ärzte verschrieben das einzige Mittel, das half: Luft, Licht und Liegekuren unter Kiefern.
Über achtzig Jahre lang wurden hier Patienten behandelt, erst Lungenkranke, nach dem Krieg sowjetische Soldaten, zuletzt niemand mehr. 1994 zogen die letzten Truppen ab, und die Gebäude blieben zurück wie ein aufgeschlagenes Buch, das niemand mehr zuklappt.
Kapitel 02 · Der Besuch
Morgens um sechs, wenn der Nebel noch steht
Es gibt einen Moment in jedem verlassenen Gebäude, in dem man unwillkürlich leiser auftritt. Hier kam er früh: gleich hinter dem Eingang, wo das Jugendstil-Treppenhaus drei Stockwerke weit nach oben läuft und das Licht durch zerbrochene Oberlichter fällt wie durch ein Kirchenfenster.
„Manche Orte fotografiert man, diesen hier hört man."
Ich habe an diesem Morgen fast eine Stunde nur auf dieser Treppe verbracht. Das Knacken im Gebälk, Tauben irgendwo über der dritten Etage, sonst nichts.
Im Westflügel stehen noch die alten Badewannen aufgereiht, die Fliesen tragen ein Jahrhundert Patina. Wer genau hinsieht, findet an den Wänden kyrillische Inschriften, Spuren der zweiten Geschichte dieses Ortes, die kaum jemand kennt.
Kapitel 03 · Der Rundgang im Video
Kapitel 04 · Die Galerie
Dieser Ort ist im Buch.
Die ganze Geschichte, mit weiteren Aufnahmen, findest du in „Lost Places in Brandenburg".