Beelitz-Heilstätten Pavillon A
Beelitz-Heilstätten, Sanatorium für Männer Wohnpavillion A ist nicht nur Filmkulisse für Operation Walküre, sondern auch ein faszinierender Lost Place in Brandenburg.
Lesezeit
- Baujahr
- 1898
- Verlassen seit
- 199432 Jahre leer
- Region
- Brandenburg
Kapitel 01 · Die Geschichte
Die Beelitz-Heilstätten wurden ab 1898 von der Landesversicherungsanstalt Berlin als Lungenheilstätte errichtet. Die Architekten Heino Schmieden und Julius Boethke entwarfen einen Komplex aus 60 Gebäuden auf rund 200 Hektar. Im Mai 1902 wurde das Männersanatorium als erster Teil eröffnet.
Im Ersten Weltkrieg dienten die Heilstätten als Lazarett für rund 17.500 verwundete Soldaten. Adolf Hitler lag von Oktober bis Dezember 1916 als verwundeter Gefreiter hier. Im Zweiten Weltkrieg dienten die Gebäude erneut als Militärlazarett.
1945 übernahm die Rote Armee das Gelände. Die Beelitz-Heilstätten wurden zum größten Militärhospital der sowjetischen Streitkräfte außerhalb der Sowjetunion. Mit dem Abzug der russischen Truppen im August 1994 endete dieser Abschnitt.
Teile des Komplexes wurden zivil weitergenutzt: Eine Fachklinik für Lungenkrankheiten bestand bis 1998. 2015 eröffnete der Baumkronenpfad "Baum und Zeit" auf 22 Metern Höhe über den Ruinen. Die verlassenen Teile gehören zu den bekanntesten Lost Places Deutschlands.
Kapitel 02 · Der Besuch
Hier sind einige Bilder aus Beelitz-Heilstätten, Sanatorium für Männer Wohnpavillion A. Das Gebäude befindet sich im südlichen Teil der Anlage (Areal A1), der ausschließlich für Männer bestimmt war. Erbaut wurde das Gebäude von 1899 bis 1902 und fasste 225 Betten. Im Untergeschoss befanden sich Werkstätten, Wäscheräume und ein Raum mit einer indirekten Niederdruckdampfheizung. Das komplette Gelände wurde damals mit einem Dampfsystem betrieben. Über unterirdische Leitungen wurde der auf dem Gelände erzeugte Dampf in die einzelnen Gebäude transportiert. Das sorgte auch automatisch dafür, dass im Winter kein Schnee auf den Gehwegen lag. Für diese Zeit war das Gelände außerordentlich fortschrittlich.
Im Erdgeschoss gab es 83 weitere Betten, für Patienten die keine Treppen steigen konnten. Dazu kamen Baderäume und ein Operations-Saal mit Laboratorium und Röntgen-Kabinett. Der Speise-Saal mit Bühne, inklusive einer Requisitenkammer mit einem elektrisch betriebenen Orchestrion, sowie eine Anrichte für die vom Küchengebäude herüber transportierten Speisen. Im den oberen Stockwerken konnten weitere Patienten untergebracht werden.
Kapitel 03 · Die Galerie
Lust auf mehr?
In „Lost Places in Brandenburg" nehme ich dich mit an Orte, die die meisten Menschen nie zu sehen bekommen.

