Lagerhallen Dortmund
Diese verlassene Lagerhallen in Dortmund liegen direkt neben einer vielbefahrenen Hauptstraße.
Lesezeit
- Region
- NRW
Kapitel 01 · Die Geschichte
Zur Geschichte dieser verlassenen Lagerhallen konnte ich leider keine Informationen finden. Dem Zustand nach zu urteilen, sind sie aber schon mindestens seit 10 Jahren verlassen.
Kapitel 02 · Der Besuch
Wir steigen aus unseren Autos, die wir auf dem nächstgelegenen Parkplatz abgestellt haben, packen unsere Ausrüstung zusammen und laufen los. Die Spannung steigt, wie vor jedem Besuch eines Lost Places. Es ist völlig ungewiss, was uns gleich erwarten wird. An den verlassenen Lagerhallen angekommen haben wir Glück, dass wir das Gelände einfach betreten können.
Das erste Gebäude liegt direkt vor uns, aber schnell wird uns klar, dass es komplett verschlossen ist. Nicht einmal durch die Fenster kann man einen Blick ins Innere erhaschen. Die Umrundung fällt schwer, überall findet sich dichtes Gestrüpp durchmischt von Dornen. Ich glaube, es sind Brombeersträucher, die sich gerade einen Weg durch meine Jeans suchen.
Ein kleiner Trampelpfad führt uns weiter das Gelände hinauf und gibt den Blick auf die nächsten Gebäude frei. Leider sind auch diese verschlossen. Unsere Zuversicht, hier noch etwas spannendes zu entdecken, sinkt mit jedem weiteren Meter. Immerhin gelangen wir nun durch einen weiteren kleinen Urwald in einen Innenhof. Links von uns befindet sich ein Haus und rechts eine große Halle. Durch die Fenster kann man ins Innere blicken. Teilweise ist es dort aber so dunkel, dass man nicht wirklich etwas erkennen kann. Irgendwas riecht hier seltsam.
An der Häuserwand entlang geht es weiter in den Hof hinein. Aus dem Boden vor uns scheint ein Häuserdach zu gucken, oder eben das, was noch davon übrig ist. Was für eine seltsame Konstruktion, denke ich mir. Mittlerweile ist auch klar, was das für ein eigenartiger Geruch ist. Hier muss es vor kurzem gebrannt haben. Es riecht immer mehr nach verbranntem Holz. Wir treten an die eigenartige Dachkonstruktion heran und blicken herab.
Von hier aus geht es viele Meter nach unten. Hier ist Vorsicht geboten. Am Boden des Gebäuden können wir einen großen Haufen Löschschaum entdecken. Damit hätten wir die Quelle des Geruchs auch ausfindig gemacht. Mit dem Wissen, dass es hier wirklich vor wenigen Stunden, oder Tagen gebrannt hat, schauen wir uns weiter um. Überall kann man Spuren des Feuerwehreinsatzes entdecken. Dachpfannen liegen herum, Sträucher wurden zur Seite gedrückt, oder heruntergeschnitten. Wahrscheinlich musste sich die Feuerwehr hier einen Weg zum Brandherd bahnen.
Leider soll dieser Fund der einzige für heute bleiben, denn auch die übrigen Gebäude sind verschlossen. Wir treten etwas enttäuscht den Rückweg an. Auch sowas gehört zum Erkunden von Lost Places. Manchmal hat man eben Pech.
Kapitel 03 · Der Rundgang im Video
▸ Der komplette Rundgang auf YouTube (lädt erst nach Klick, DSGVO-freundlich)
Mehr Videos aus Nordrhein-Westfalen →Kapitel 04 · Die Galerie
Orte wie dieser füllen ganze Bücher.
Meins zum Beispiel. In „Lost Places in Nordrhein-Westfalen" erzähle ich die Geschichten hinter den verlassenen Mauern.


