Sanatorium im Wäldchen
Das alte Sanatorium liegt gut versteckt in einem kleinen Wäldchen. Nur noch eine verwitterte Bushaltestelle weist heute noch auf den ehemaligen Betrieb hin.
Lesezeit
- Baujahr
- 1959
- Verlassen seit
- 199927 Jahre leer
- Region
- NRW
Kapitel 01 · Die Geschichte
Das alte Sanatorium, der Sonnenhof wurde 1959-1960 als Hotel errichtet. Es besaß ingesamt drei Stockwerke und wurde 1964 von einem Arzt aufgekauft. Ab diesem Zeitpunkt betrieb er das Hotel die nächsten 20 Jahre lang als Klink zur Nachsorge von Krebspatienten. Die Gebäude wurden daraufhin um ein viergeschossiges Bettenhaus erweitert und in den Jahren 1980 bis 1986 komplett saniert.
Der Arzt selbst errichtete sich zu dieser Zeit selbst noch ein repräsentatives Wohnhaus mit Schwimmbad, Sauna und allem was dazugehört. Im Jahr 1989 schloss der Arzt das Sanatorium. Bis Ende November 1999 war in den Gebäuden ein Wohnheim mit bis zu 400 Plätzen für DDR-Übersiedler und Aussiedler aus der Sowjetunion untergebracht und seitdem steht der Gebäudekomplex leer.
Das alte Sanatorium leidet unter Vandalismus, Diebstahl und illegaler Müllentsorgung. So wurde dort mittlerweile alles entwendet, was man irgendwie mitnehmen konnte.
Mittlerweile versucht man, das Gelände samt der Gebäude zu versteigern und hofft damit auf eine sinnvolle Nachnutzung. Bisher ist dort aber nicht viel passiert.
Kapitel 02 · Der Besuch
Die Sonne scheint, es ist wunderschönes Herbstwetter. Die Bäume verlieren bereits die ersten Blätter, nachdem sie diese nun in ein wunderschönes Gelb getaucht haben. Ich stehe an einer Landstraße, sehe mich um und entdecke einen kleinen unscheinbaren Weg, der in Richtung eines Wäldchens führt. Zusammen mit Kamera und Stativ mache ich mich auf den Weg zum alten Sanatorium.
Nach einigen 100 Metern erreiche ich die ersten Gebäude. Fenster, Türen und auch die kleinen Balkone sind mit Holzplatten versperrt. Schnell wird mir klar, dass ich hier heute nur ein paar Aufnahmen von außen und aus der Luft werde machen können. Ich umrunde langsam das gesamte Gebäude und der erste Eindruck setzt sich fort. Der Zustand des Gebäudes wirkt ohnehin nicht mehr sonderlich interessant. Die oberen Stockwerke sind nicht versperrt und geben einen Blick ins Innere frei. Von hier sieht es so aus, als wäre das Gebäude bereits komplett ausgeräumt.
Ich bin froh, dass wenigstens das Wetter mitspielt und ich somit doch noch ein paar schöne Details einfangen kann. Dieser Ausflug endet deutlich früher, als ich gehofft hatte.
Kapitel 03 · Der Rundgang im Video
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Mehr Videos aus Nordrhein-Westfalen →Kapitel 04 · Die Galerie
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Mein Bildband „Lost Places in Nordrhein-Westfalen" funktioniert auch ohne Empfang. Zehn Orte, über 100 Bilder.


